Dietz No.80 - Blizzard

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WOW! Das Monstrum unter den Sturmlaternen! Für den Gegenwert von zwei Stangen Bier habe ich diese fabrikneue Dietz bekommen und natürlich gleich auch leuchten lassen - I am the NOS-Killer! Einfach nur noch gewaltig, diese Flamme!

Das Ding ist knappe 40cm hoch und zwar ohne den Bügel und der Docht ist knapp doppelt so breit wie der einer FH! Die Verarbeitung kommt allerdings nicht an die der Feuerhand heran, ist aber trotzdem solide und schön ausgeführt. Auch das Glas scheint ganz gut zu sein, jedenfalls sind keine Fehler erkennbar, wie das bei einigen Billigst-Laternen der Fall ist.

Und dank dem grossen Tank dürfte die Lampe trotz grosser Flamme einige Stunden brennen, denn ca. 0.8 Liter Petrol halten schon ne ganze Weile hin.

Feuerhand 176 Sturmkappe

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Diese kleine Feuerhand hängt in unserer gemütlichen Stube und erwärmt unsere Herzen wenn draussen ein Wintersturm tobt. Sie gibt zwar nur wenig Licht ab, aber zusammen mit den Kerzen und dem Drachen (kommt hier auch noch irgendwann rein) reichts aus für ne gemütliche Atmosphäre.

Mit ihren 2.5 bis 3 HK ist sie wohl kaum als Leselicht geeignet, aber so süss wie sie da rumhängt kann man ihr einfach nicht widerstehen. Ursprünglich war sie wohl mal an irgend einem Fahrzeug befestigt, denn an der Seite ist noch ne Halterung dran.

Diese Lampe ist eine der wenigen, die ich mit Parafinöl betreibe, weil dieses weniger Geruch entwickelt, was beim Indoor-Betrieb doch recht relevant ist. Weil sie, bis auf einen leicht schrägen Tank, ganz gut im Schuss ist und wohl schon vom Vorbesitzer als Deko benutzt worden ist, hab ich beschlossen, ihr einen festen Platz in unserer Inneneinrichtung zu geben wo sie dezent, aber gut zur Geltung kommt.

Optimus 1200M

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Meine erste schwedische Lampe. Sie scheint vom Vorbesitzer nur als Deko-Objekt genutzt worden zu sein, denn sie war ungebrannt. Mitlerweilen hab ich das aber geändert, denn so ne Lampe ist ja zum Leuchten bestimmt!

Diese Lampe hat mich beim zweiten Start fast abgefackelt. Ich habe nach dem ersten Versuche den Mischrohrabstand etwas korrigiert, und wollte sie danach wieder starten. Anders als die Maxen hat die Optimus ein Kugelventil, das 100%ig schliesst, was ich nicht wusste. Und so hat sich beim Vorheitzen das Restpetrol im Vergaser dermassen ausgedehnt, dass es plötzlich aus dem Brenner gedrückt wurde und in einem riesigen Feuerball mit der Lampe als Zentrum verbrannt ist! Ich habe natürlich versucht das Inferno zu löschen und glaubte, es hat sich schon Druck aufgebaut im Tank - also Tankdeckel abgeschraubt. Dabei habe ich einiges an Körperbehaarung an Händen und Armen eingebüsst. Und trotzdem, genützt hat das nichts. Ich wollte also gerade die Löschdecke holen, als die Lampe von aleine ausgieng, nur noch etwas Restgas unter der Haube brannte weiter, was ich dann einfach ausblasen konnte.

Nach diesem Schock habe ich mich natürlich informiert (im Pelam-Forum) was die Ursache war, und heute weiss ich - beim Vorheitzen einfach das Ventil offen lassen, dann passiert nix.

So, und dass mir ein Loch im Socken fast mein schönes Matt-Glas geschmolzen hat, ist nur noch ein Detail.

Abgesehen von diesen anfänglichen Problemen brennt diese Lampe absolut unproblematisch und ist extrem gutmütig. Sie leuchtet schon bei 0.5 Bar mit voller Leistung und hat auch mit 3 Bar kein Problem. Zudem muss sie kaum nachgepumpt werden. Alles in allem also die ideale Outdoor-Beleuchtung!

Petromax 821/250CP (Umbau mit Coleman-Globe)

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Beim Stöbern auf Ricardo bin ich auf dieses Prachtstück gestossen. Eine Maxe, bei der irgend jemand vor mir das Glas von einer Coleman eingebaut hat. Sie hat mich auf Anhieb fasziniert und so konnte ich ihr einfach nicht widerstehen.

Der Umbau an dieser Lampe ist zwar nicht sehr professionell, aber extrem originell! Die geraden Originalstreben wurden durch dem Glas entsprechend gebogene Streben ersetzt.

Diese Lampe hat mich einiges an Geduld gekostet, da ich sie erst komplett zerlegen und reinigen musste, und sie nach dem ersten Leuchtversuch plötzlich undicht war. Also nochmals zerlegen, herausfinden wo das Leck ist und mit Weichlot abdichten.

Aber mittlerweilen leuchtet auch sie Stunde um Stunde und bereitet mir helle Freude. Sie braucht zwar noch ne neue Düse, aber da sie ja auch so gut arbeitet, hat das noch Zeit.

Der Email-Schirm aus dem Fundus steht der Lampe wirklich gut, und so darf sie ihn natürlich behalten.

Feuerhand 276

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Dieses Mal habe ich beim Fachhändler zugeschlagen. Ernst Frei ist eine echte Korrifähe was Petrollampen angeht und für mich die erste Anlaufstelle für Probleme mit eben diesen. Bei ihm habe ich diese Feuerhand 276 erworben, die in Deutschland immer noch in Handarbeit gefertigt wird und trotzdem zu nem sehr fairen Preis zu haben ist.

Die Feuerhand ist der Inbegriff in Sachen Sturmlaternen und entsprechend hoch ist die Qualität - absolut perfekt! Ihre Geschichte reicht weit über 100 Jahre zurück und so gibt es etliche verschiedene Modelle, die man immer noch hie und da auf nem Trödlermarkt oder bei 3-2-1 finden kann. Und einige davon haben regelrechten Kultstatus erreicht, was oft die Preise in schwindelerregende Höhen steigen lässt.

Die 276 allerdings ist eher ein Standard-Modell -  aber deswegen nicht minder faszinierend. Und die Leuchtkraft ist für diese Baugrösse schon beeindruckend, vorallem wenn man auch die enorme Leuchtdauer mit einer Tankfüllung beachtet. Meine Lampen betreibe ich übrigens bis auf wenige Ausnahmen mit Lampenpetrol aus der Landi. Dieses ist sehr preiswert, erhältlich in grossen Gebinden und absolut geeignet für den Betrieb von Petrollampen jeglicher Art.